„Hat uns Schule tatsächlich auf das Leben vorbereitet?“ fragte sich die 10a in einer Diskussion des Ethikunterrichts, was mehrheitlich in Frage gestellt blieb. Dieses Ergebnis bewog die Klassenleiterin dazu, den Schüler*innen einen Lernzuwachs zu verschaffen, um im „wahren“ Leben doch eine Chance zu haben: ein Survivaltraining im Outdoorcamp bei Berga.
Das hieß dann tagelang ohne Bett, ohne Dusche, ohne WC, ohne Heizung, Haus, Familie und Freunde auskommen zu müssen.
Aber das hieß auch, Schlafen unterm Sternenhimmel, die ganze Zeit frische Luft, allabendliche Gespräche am gemeinsam geschaffenen Feuer mit wunderbarem selbstgekochtem Essen bis in den nächsten Morgen hinein. Es war egal, wie man aussah, alle halfen sich gegenseitig bei völlig neuen Tätigkeiten, wobei neben vielem Lachen auch die Freiheit der Schimpfwörter Raum bekam, wenn etwas nicht sofort gelingen wollte…
Ausgeruht und mit Respekt vor den Dingen, die ein solches Leben mit sich bringt sowie im Bewusstsein, in welchem Luxus und Überfluss wir unseren Alltag leben, kehrten wir schließlich in unsere warmen Duschen und kuscheligen Betten zurück.