Letzten Freitag machte sich eine durch ansteckende Erkrankungen zahlenmäßig leicht reduzierte Gruppe Zehntklässler auf zu einer kleine Reise der Ausdauer und des Naturgenusses - getreu dem Klassenmotto: "Statt Frust Wanderlust!"
Um 9 Uhr stieg die Klasse 10a in den Zug nach Wünschendorf und begann Ihre Wanderung über den Silberberg. Unter fachkundiger Anleitung bestimmten Schülerinnen und Schüler typische Waldpflanzen und hatten ihre Freude am drüsigen Springkraut Impatiens glandulifera.
An der Clodramühle angekommen nutzte der Großteil der Wanderwütigen die Chance auf ein gutes und entspanntes Essen im Restaurant. Einige Hitzköpfe gönnten sich eine erfrischende Abkühlung in der Elster, bevor wir die Wanderung fortsetzten. Der Zehnmarkweg führte uns in majestätischer Steigung nach oben und wieder herunter. Die Strecke bot eine Kulisse aus felsigen Steinwänden, tiefe Abgründe und weite Aussichten, die den Atem der Natur in unseren Lungen pulsieren ließen. Ein paar kleine Schäfchen gingen kurz verloren, doch alle Augenpaare suchten beharrlich und fanden sie(dank GPS) kurze Zeit später wieder – verloren, aber nicht verloren gegangen.
Mit dem nächsten großen Anstieg und der Querung eins Feldes, das scheinbar zu übermütigen Purzelbäumen anregte, erreichten wir den Weiberstein. Trotz brennender Sonne und herausfordernder Terrainbedingungen schafften es die Schülerinnen und Schüler, die vielen Höhenmeter zu überwinden. Dennoch stellte sich so langsam eine gewisse Ernüchterung ein und die Aussicht war nur noch kurz von Bedeutung. Die letzte Rast an der Märchenwaldbaude kam wie eine rettende Oase, um der Dehydration entgegenzuwirken und neue Kraft zu geben.
Die letzten Meter bis zum Bahnhof Wünschendorf waren nun nur noch ein Leichtes. Nach fast 20 Kilometern Fußweg erreichten wir gegen 16 Uhr wieder komplett und sicher das Ziel in Gera.
